Am Samstag waren unsere Vestekicker zu einem topbesetzten Turnier in Großbardorf eingeladen. Bereits die Vorrunde mit jeweils vier Mannschaften in vier Gruppen ließ erahnen, dass dies ein langer Turniertag werden könnte. Bei einer Spieldauer von jeweils 20 Minuten konnte Coburg die Vorrunde mit zwei Siegen gegen den ASV Neumarkt und dem TSV Mainaschaff und einem Unentschieden gegen die Gallier aus Großbardorf souverän auf Platz 1 der Gruppe A abschließen. Und so traf man bereits im Viertelfinale auf den späteren Turniersieger und Tabellenzweiten der Gruppe B Rot-Weiß Erfurt. In dieser eigentlich finalwürdigen Partie begegneten sich die beiden Mannschaften auf Augenhöhe, wobei ein äußerst umstrittener Elfmeter Erfurt zunächst auf die Siegerstraße brachte. Roman Kehl sorgte für den Ausgleich bevor die Thüringer erneut erhöhen konnten. Mit einem sauber ausgespielten Konter gelang Coburg durch Pavlos Kotsonis kurz vor Spielschluss erneut der Ausgleich, so dass ein Elfmeterschießen für die Entscheidung sorgen musste. Dies verlor man jedoch unglücklich mit 5:3.
Somit war die Finalrunde für Coburg leider beendet und man konnte sich in der Platzierungsrunde, erneut nach einem Elfmeterschießen, gegen Hessen Kassel mit 4:3 durchsetzen, nachdem Jannik Alb den spielentscheidenden Elfmeter stark hielt. Die Vestekicker beendeten das Turnier mit 16 Teilnehmern auf dem fünften Platz, wobei sicherlich noch etwas Luft nach oben gewesen wäre. Aber ein Elfmeterschießen ist eben oftmals undankbar.
Die Jungs waren auf der Heimfahrt gegen 19 Uhr ziemlich platt. Nichtsdestotrotz stand bereits am Sonntag ein weiterer Leistungsvergleich mit Mögeldorf auf dem Plan, welcher am Kunstrasen in der Wiesenstraße stattfand. Mögeldorf nahm ebenfalls am Turnier in Großbardorf teil, so dass die Voraussetzungen zumindest hinsichtlich der Vorbelastung gleich waren. Coach Robbe nutzte erneut das Spiel, um einige Positionsvarianten auszuprobieren. Mögeldorf machte gleich ordentlich Dampf, presste sehr hoch und belohnte sich noch vor der ersten Halbzeit mit dem 0:1. Ein vom nicht immer souverän leitenden Schiedsrichter Till Gräser nicht erkannten glasklaren Abseitstreffer, ließ dieser gelten, so dass es sogar zum 0:2 Führungstreffer der Mittelfranken kam. Doch dann drehte Coburg auf und der Mögeldorfer Keeper holte den einschussbereiten Colin Reps im 16er von den Beinen, so dass folgerichtig neben der Strafstoßentscheidung auch ein Platzverweis für den Keeper ausgesprochen wurde. Diese Chance ließ sich Pavlos Kotsonis nicht nehmen und verwandelte sicher zum Anschlusstreffer (38.). Kotsonis war es auch, der nur sieben Minuten später zum Ausgleich traf. Mögeldorf blieb mit Kontern gefährlich, jedoch merkte man ihnen die Unterzahl an. Coburg spielte nun nach Belieben und hätte bereits zu diesem Zeitpunkt erhöhen müssen, jedoch ließ man mehrere Großchancen ungenutzt liegen. So erlöste David Martinez mit einem satten Schuss aus der halbrechten Position des Coburger Team und erzielte den Führungstreffer. Roman Kel machte dann in der 64. Spielminute den „Deckel“ drauf und traf zum 4:2 Endstand. Kurz vor Schluss hätte Mögeldorf durch einen Strafstoß noch die Möglichkeit zur Ergebniskorrektur gehabt, schoss jedoch über den Kasten von Jannik Alb.
