Verbandspokal: FCC - FC Würzburger Kickers 1:2 (0:1)

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Der FCC schnuppert an der Pokalsensation

Der FC Coburg hat in der zweiten Hauptrunde des bayerischen Verbandspokals an der großen Sensation geschnuppert. Gegen die hoch favorisierte Profi-Elf der Würzburger Kickers, Spitzenreiter und Titelaspirant in der Regionalliga Bayern, lieferte der Bayernliganeuling eine ebenso beherzte wie sehenswerte Leistung ab, stand aber aufgrund eines bitteren Gegentreffers in der Nachspielzeit am Ende mit leeren Händen da. „Das Ergebnis fühlt sich einfach schlecht an. Aber ich bin total stolz auf meine Mannschaft“, fasste FCC-Coach Carl-Philipp Schiebel die Stimmungslage nach dem durchaus unglücklichen 1:2 zusammen.

Seine Elf zeigte ein ganz anderes Gesicht als noch vor wenigen Tagen im enttäuschenden Bayernliga-Heimspiel gegen den FSV Stadeln (0:3). Die Vestekicker starteten gegen die mit „voller Kapelle“ angetretenen Gäste mit einem mutigen Pressing und unterbanden so in der ersten halben Stunde nahezu alle Würzburger Offensivbemühungen. Dann aber landete ein Einwurf bei Mustafa Zekiroski, der aus rund 20 Metern den Pfosten anvisierte; der von dort abprallende Ball landete am Rücken des guten FCC-Schlussmanns Luis Krempel und von dort im Netz. Die jetzt etwas tiefer verteidigenden Coburger ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und unterbanden in der Folge Würzburger Chancen sehr erfolgreich. Und was doch auf das FCC-Tor kam, wurde zur Krempel-Beute.

In Halbzeit zwei wurde Coburg zunehmend mutiger und gestaltete die Partie absolut offen. Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen, und in Minute 70 hatten die Coburger den Torschrei bereits auf den Lippen. Nach eine Kombination über links kam das Spielgerät zu Aykut Civelek, der es aufs lange Eck feuerte. Doch Kickers-Keeper Johann Hipper brachte mit einer Glanzparade noch die Finger an das Leder und lenkte es so an das Quergebälk. Gegen sichtlich beeindruckte Würzburger spielten die Vestekicker weiter nach vorne und wurden kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit tatsächlich belohnt: Aykut Civelek versenkte einen Freistoß aus mehr als 20 Metern unhaltbar im Kreuzeck zum umjubelten Ausgleich.

Es winkte das Elfmeterschießen und damit die große Chance zum ganz großen Coup. Doch dann entschied Schiedsrichter Marcel Krauß in der fünften Minute der Nachspielzeit nicht etwa – wie vom Assistenten erst angezeigt – auf Abseits oder – wie vom Assistenten dann angezeigt – auf Abstoß, sondern auf Eckball. Und diesen höchst umstrittenen Standard beförderte Luke Hemmerich direkt zum zu diesem Zeitpunkt eher glücklichen Siegtreffer ins lange Eck. Einen Anstoß und einen langen Ball später war die große Chance für Coburg vorbei und die Enttäuschung erst einmal groß. Doch schnell besannen sich die Vestekicker darauf, dass sie einem nominell deutlich überlegenen Gegner einen großen Kampf geliefert hatten. „Wir können ganz viel Positives aus diesem Spiel in die Bayernliga mitnehmen“, befand Schiebel zu Recht. Seine Schützlinge können nun zehn Tage lang durchatmen, ehe es am übernächsten Samstag (16.8.) um 15.00 Uhr daheim gegen die U21 des SSV Jahn Regensburg wieder um Punkte geht – und zwar dann hoffentlich mit viel Selbstvertrauen und Mut!

Aufstellung FCC:

Krempel, Hartmann (77. Graß), Tranziska, Civelek, Baur, Höhn, Knie, Wieczorek (60. Oikonomides), Kirchner, A. Guhling, R. Guhling (73. Jacob)

Aufstellung FC Würzburger Kickers:

Hipper, Fesser (60. Hemmerich), Schmidt, Nischalke, Zekiroski (60. Hägele), Kurzweg (60. Bonga), Uhl, Meisel, Farahnak, Hofmann (85. Muteba), Gögce (67. Kraus)

Torfolge: 0:1 Luis Krempel (30., Eigentor), 1:1 Aykut Civelek (86.), 1:2 Luke Hemmerich (90.+5)

Schiedsrichter: Marcel Krauß (Assistenten: Fabian Jürschik, Daniel Reich)

Zuschauer: 600

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