Das ultimativ letzte Wort beim 9. Vestekicker VR-Bank-Junior-Soccer-Cup U15 hatte der Bundesliganachwuchs der TSG Hoffenheim: Im hoch dramatischen Finale des vom FC Coburg veranstalteten Budenzaubers erzielte die TSG mit der Schlusssirene den Siegtreffer zum 2:1 und verwies den FC Rot-Weiß Erfurt – bis 41 Sekunden vor Ende noch in Führung – noch auf den zweiten Rang..
Erneut wurde den zahlreichen Zuschauern Juniorenfußball vom Allerfeinsten geboten. Zum ersten Mal war in der HUK-Arena nicht „nur“ Bundesliga-, sondern sogar internationaler Flair zu bewundern. Denn mit der U15 des FC Basel war auch die Schweiz sehr prominent vertreten. In sportlicher Hinsicht dominierten aber einmal mehr die C-Junioren der TSG Hoffenheim das Turnier, die in beeindruckender Manier ohne Punktverlust durch die Vorrunde marschierten und im Halbfinale den 1. FC Nürnberg knapp, aber durchaus verdient mit 1:0 ausschalteten. Der wiederum war in der anderen, sehr umkämpften Vorrundengruppe als Tabellenzweiter (vor den unglücklich ausgeschiedenen Roten Teufeln vom 1. FC Kaiserslautern) weitergekommen, und zwar hinter Union Berlin. Im Halbfinale war für die Eisernen jedoch im Neunmeterschießen gegen Erfurt Endstation.
Eine starke Vorstellung lieferte auch der Nachwuchs des gastgebenden FCC ab. Die jungen Vestekicker waren mit zwei Teams ins Rennen gegangen, und insbesondere Team „rot“ zeigte sich mit den hochkarätigen Gegnern auf Augenhöhe. Gegen die Borussen aus Mönchengladbach holten die Schützlinge von Robrecht Vangroenendael und Sascha Heuschkel ein 1:1-Unentschieden und ließen dabei sogar einen Dreier liegen. Den fuhren sie dann gegen Coburgs Partnerverein SpVgg Greuther Fürth mit 1:0 ein. Und hätte der FCC gegen Erfurt seine Chancen genutzt und nicht etwas unglücklich mit 0:1 verloren, wäre sogar das Halbfinale möglich gewesen. Auch das andere FCC-Team enttäuschte nicht, unterlag Union Berlin nur mit 2:4 und sicherte sich gegen den FC Basel sogar ein 0:0-Remis. Insgesamt waren das Ergebnisse, auf die die Gastgeber stolz sein konnten.
Dies auch noch aus einem anderen Grund: Mit Jannik Alb wurde ein FCC-Keeper zum besten Torhüter des Turniers gewählt. Die Auszeichnung für den besten Spieler teilten sich Sergio Kolender vom 1. FC Kaiserslautern und Maximilian Braun von der TSG Hoffenheim, der zugleich auch Torschützenkönig wurde.
Emotionaler Höhepunkt war das schon traditionelle Einlagespiel des FC FED Olé. Die Akteure des Fußballteams für Menschen mit Behinderung wurden von der gesamten Halle mit stehenden Ovationen gefeiert.
Tabelle Vorrunde Gruppe A:
1. TSG 1899 Hoffenheim 21:3 Tore/15 Punkte, 2. FC Rot-Weiß Erfurt 3:4/9, 3. SpVgg Unterhaching 7:9/6, 4. VfL Borussia Mönchengladbach 6:8/5, 5. FC Coburg rot 3:8/4, 6. SpVgg Greuther Fürth 4:12/4
Tabelle Vorrunde Gruppe B:
1. 1. FC Union Berlin 16:14/12, 2. 1. FC Nürnberg 16:7/10, 3. 1. FC Kaiserslautern 15:7/9, 4. FC Augsburg 11:7/7, 5. FC Basel 7:11/4, 6. FC Coburg schwarz 2:21/1
Halbfinale:
1. TSG 1899 Hoffenheim – 1. FC Nürnberg 1:0
FC Rot-Weiß Erfurt – 1. FC Union Berlin 5:4 n.N.
Spiel um Platz 5:
SpVgg Unterhaching – 1. FC Kaiserslautern 0:1
Spiel um Platz 3:
1. FC Union Berlin – 1. FC Nürnberg 3:1
Finale:
FC Rot-Weiß Erfurt – TSG 1899 Hoffenheim 1:2
