Ein möglicherweise noch ziemlich wichtig werdendes Pünktchen im Abstiegskampf hat der FC Coburg am Freitagabend gesammelt. Und dies bei keinem geringeren als dem aktuellen Tabellendritten der Bayernliga Nord, dem ASV Cham. Trotz der weitesten Auswärtsfahrt der gesamten Spielzeit – an einem Freitagnachmittag – waren die Vestekicker sofort hellwach, lieferten einen beherzten Kampf ab und verdienten sich das Unentschieden redlich.
Auf dem engen und schwer zu bespielenden Chamer Platz kam es (wie zu erwarten) zu einem von Zweikämpfen und vielen langen Bällen geprägten Fight. Der FCC hielt nicht nur sehr gut mit, sondern war in Durchgang eins das bessere Team. Die erste große Chance bot sich Aykut Civelek nach 15 Minuten, doch er setzte einen Elfmeter – übrigens den ersten für Coburg in dieser Spielzeit – an den linken Außenpfosten. Nur drei Minuten später hieß der Torschütze dann aber doch Civelek, Vorname allerdings Cankut: Nach einem Rückpass versprang das Leder, so dass der ASV-Keeper einen Querschläger produzierte. Der jüngere Civelek-Bruder ließ sich nicht zweimal bitten und schob zur Gästeführung und seinem ersten Saisontreffer ein. Auch danach hatten die Vestekicker alles unter Kontrolle, allerdings nur bis unmittelbar vor dem Pausenpfiff. Da spielte sich der ASV nämlich über rechts durch und Manuel Reiß traf mit dem Pausenpfiff zum Ausgleich.
Von diesem Nackenschlag zeigte sich der FCC in Durchgang zwei gut erholt. Die Schiebel-Elf hielt energisch dagegen und erspielte sich weitere gute Gelegenheiten, doch Cham rettete wiederholt auf der Linie. Auf der anderen Seite hatte auch der hohe Favorit Chancen zum Siegtreffer, die er aber ebenfalls ungenutzt ließ. So blieb es beim Remis und der Punkteteilung., Diese bringt die Vestekicker zwar nur, aber immerhin doch etwas näher an das rettende Ufer. Und sie haben nach dem eher enttäuschenden 1:2 daheim gegen den Würzburger FV gezeigt, dass weiter mit ihnen zu rechnen ist, was im Übrigen sieben Punkte aus den fünf Begegnungen nach der Winterpause auch zahlenmäßig belegen. Am Gründonnerstag empfängt der FCC nun um 18.00 Uhr die DJK Gebenbach, gegen die man das Hinspiel höchst unglücklich – nach zwischenzeitlicher Lebensgefahr für Rene Knie und zwei äußerst fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen – mit 1:2 verloren hat und diesmal Fortuna auf seine Seite ziehen will.
