U15 Bayernliga: FC Eintracht Bamberg - FC Coburg 3-1 (0-1)

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Da hat man schon kein Glück und dann kommt noch Pech dazu ...

Nach dem letztwöchigen eindeutigen Sieg mit 10-2 gegen den SC Eltersdorf verschlug es die U15-Vestekicker zum 4. Tabellenplatzinhaber - dem FC Eintracht Bamberg.

Derby !!!

Beim Hinspiel auf Coburger Geläuf ergab sich ein 1-3 für die Domstädter. Insofern reisten die Vestestädter sicher auch mit gewissen Revanche-Ambitionen an und es waren sicherlich durch das Trainerduo Schiebel und Belanger keine zusätzlichen Motivationsmaßnahmen erforderlich.

Und genau so startete das Spiel. Die Coburger waren heiß, bissiger, immer einen Schritt schneller und konsequent im Offensiv- als auch Defensivmodus. So ergaben sich zahlreiche hochkarätige Einschuss- und Kopfballchancen, insbesondere nach Ballgewinnen im agressiven Pressing, die aber leider nicht konsequent zum Erfolg vollbracht wurden. Es war zum Haare raufen - das runde Ding wollte einfach nicht das Eckige. Bis zur 25. Spielminute. Ein schön getretener Freistoß von halbrechts flog in den 16er und Konstantin Mayr versuchte sich mit dem Rücken zum Tor mittels Fallrückzieher an den guten alten Zeiten von Klaus Fischer. Der Mut wurde belohnt, denn der Ball flog für den Torwart unhaltbar in die rechte Torwartecke zum völlig verdienten 0-1 für die Schiebel-Truppe.

Seitens der Domstädter war offensiv bis auf einen Freistoß und einen Fernschuss, beide hervorragend entschärft an alter Wirkungsstätte vom Coburger Torwart Maximilian Müller, nichts zu sehen, denn offensichtlich war man defensiv zu schwerst beschäftigt. Das 0-1 war dann auch beim Halbzeitpfiff, den der Bamberger Trainer sicherlich herbeigesehnt hat, noch gültig. Die Gastmannschaft konnte aus ihrer Sicht auf eine völlig dominante und überlegene erste Spielhälfte blicken, die auch viel Kraft kostete, aber man musste sich schon selbst fragen, ob man mit den Chancen nicht zu fahrlässig umging. Bei einem 0-3 hätten sich die Domstädter nicht beschweren können - aber konjunktive Ergebnisse helfen auch nicht weiter.

 

In der 2. Halbzeit dann ein völlig anderes Bild. Bamberg widersetze sich und die Vestekicker setzen ihre erfolgreiche Strategie der ersten Spielhälfte nicht mehr konsequent fort. Und ruppiger wurde das Derby, welches durch das Schiedsrichtergespann, mit zahlreichen Zuschauerkritiken beider Seiten zu Recht konfrontiert, zunehmend unterbrochen wurde. So auch in der 60. Spielminute mit einem Freistoß für den FCE auf Höhe der Mittellinie. Der Schütze, Niklas Knoblach, trat an und wusste vielleicht gar nicht, dass er so weit und so hoch flanken kann. Denn das Leder setzte sich langsam und schön durch die Vestekicker beobachtet in den oberen rechten Torwinkel. Scheinbar ging man davon aus, dass der Ball am Tor vorbeifliegt -Pustekuchen - er zappelte auch für die Heimmannschaft völlig überraschend im Gästenetz zum eigentlich problemlos haltbaren 1-1.

Bamberg nutzte den dadurch entstandenen Rückenwind und keine fünf Minuten später klingelte es schon wieder. Auf der rechten Seite setzte sich ein Domstädter stark durch (die Vestekicker warteten zuvor vergeblich auf einen Schiedsrichterpfiff), flankte scharf in den Strafraum und wenn es schon blöd läuft dann richtig - mit einer missglückten Abwehraktion stand es dann schon 2-1 durch ein Eigentor. Nun hieß es für die Schiebel-Schützlinge in den letzten fünf Minuten nochmal Vollgas geben und mit der sprichwörtlichen Brechstange alles zu probieren. Bei einem Eckstoß für die Gäste begaben sich die Coburger mit Mann und Maus incl. Torwart in die Bamberger Box. Und wenn man Sch … am Fuß hat, dann richtig. Der Ball wurde nach dem Eckstoß abgewehrt und der Ex-Coburger Fabian Fronda sah knapp vor dem eigenen Strafraum das leerstehende Coburger Tor. Diese Gelegenheit nutzte er - aus gefühlten 1867 Metern flog die Kugel dann über Freund und Feind auch schön zum viel umjubelten 3-1 Endstand in die Coburger Maschen.

 

Fazit:

Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers. Deshalb nutzt jetzt auch kein Hätte, Wenn und Aber.

(Jens Lehmann).

Also: Mund abwischen, weiter geht’s.

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