LL Nordwest: TSV Großbardorf - FCC 1:2 (1:2)

|   1. Mannschaft

MEISTER!!!

Der FC Coburg ist Meister der Landesliga Nordwest und kehrt nach nur einem Jahr in die Bayernliga Nord zurück. Wie schon in der Spielzeit 2022/23 hat sich der FCC den Titel am drittletzten Spieltag und auf gegnerischem Platz (damals: in Höchberg) gesichert. Diesmal bildete das Westphalen-Stadion des TSV Großbardorf den Rahmen für die Coburger Meisterkür, bei der die Vestekicker den „Grabfeld-Galliern“ mit 2:1 den Zahn zogen. Zahlreiche mitgereiste Fans machten die Begegnung aber fast zum Heimspiel für die Mannen von Coach Calle Schiebel und seinen beiden Co-Trainern Fritz Kühnlenz und Ertan Sener und feierten mit ihrer Elf nach dem Schlusspfiff ausgelassen. Mit 80 Punkten nach 32 Spielen sind die Vestekicker uneinholbar enteilt, und dieses Meisterstück stand sinnbildlich für die gesamte Saison: Der FCC hat sich zu einem verschworenen Haufen zusammengefunden, der sich bei allem Spielwitz in engen Partien durch Teamgeist, Kampfeswille und zähes Verteidigen zum Erfolg arbeitet und dabei gegen alle Widerstände durchsetzt. Es war der elfte Saisonsieg mit einem Tor Unterschied, die erst 22 Gegentore sind das Ergebnis großer defensiver Stabilität und nach vorne kann diese Mannschaft immer etwas reißen.

Gegen den TSV, vor der Spielzeit als einer der Topfavoriten gehandelt und in der letzten Bayernliga-Relegation noch zweimal gegen den FCC siegreich (was Coburgs Abstieg besiegelte), mussten die Vestekicker eine wacklige Anfangsphase überstehen. Bereits in Minute eins hatte der wiedergenesene TSV-Goalgetter Jannik Göller nach einem krassen Fehlpass eine Riesenchance, schoss aber am langen Eck vorbei. Doch der FCC kämpfte sich in die Partie und hätte in Minute 13 nach klarem Foul an Aykut Civelek einen Elfmeter bekommen müssen, aber Schiedsrichter Andreas Dinger ließ weiterspielen. Zwei Minuten später dann gleichwohl die Führung: Nach einer Civelek-Ecke schaltete Davide Dilauro am schnellsten und stocherte das Leder über die Linie. Nur 60 Sekunden danach bot sich Jimmy Mangold die große Ausgleichsgelegenheit, weil Dinger diesmal (zu Recht) auf Strafstoß erkannt hatte, aber Katze Luis Krempel parierte. Und der FCC blieb gnadenlos effizient: Balleroberung des starken Jason Geißendörfer, perfekter Pass von „Mister spielt immer“ Roman Guhling, Zucker-Außenristflanke von Fußballkünstler Aykut Civelek auf Rene Knie, der erst an den linken Pfosten köpfte und dann im Nachschuss via rechter Innenpfosten traf – das waren die Stationen zum 2:0 (21.). Aber Großbardorf schlug nur drei Minuten später zurück, indem Yasir Aldijawi nach einer Ecke am kurzen Pfosten trocken einschoss.

Dann beruhigte sich die wilde Partie etwas, und nur Leonard Späth war nach einer Ecke per Kopf noch ganz nah an einem weiteren Treffer dran. Nach dem Seitenwechsel waren die Vestekicker mit konzentrierter Defensivarbeit weitgehend Herr der Lage. Und bei den beiden großen TSV-Chancen in Halbzeit zwei klärten sie mit vollem Einsatz: Erst bügelte Davide Dilauro auf der Torlinie mit einer Monstergrätsche die einzige Krempel-Unsicherheit aus (53.), dann rettete Luis Krempel mit Fußabwehr gegen den durchgebrochenen Göller (87.). Auf der anderen Seite hatte Aykut Civelek nach schöner Vorarbeit von Leonard Späth sieben Meter vor dem Tor die Vorentscheidung auf dem Fuß, traf das Spielgerät aber nicht richtig (55.). In der Schlussphase mit der nicht wirklich nachvollziehbaren Nachspielzeit von siebeneinhalb Minuten schwebte Standard auf Standard in den FCC-Sechzehner, aber die Vestekicker ließen sich ihren Vorsprung einfach nicht mehr nehmen.

Und weil wir gerade bei Kopfball- und Zweikampfstärke sind, noch ein Wort zu Jonathan Baur, der beim FCC in diesen Disziplinen die erste Geige spielt: Er erzielte auch diesmal kein Eigentor– ebenso wenig übrigens wie vor ein paar Wochen beim Auswärtsspiel in Rimpar, wo dem Vernehmen nach ein anderer der Übeltäter und damit der damalige Bericht insoweit falsch gewesen sein soll. Das aber ist ohnehin schon graue Geschichte, denn Meister sind sie allesamt. GLÜCKWUNSCH MÄNNER, DER FC COBURG IST WAHNSINNIG STOLZ AUF EUCH!!!

Aufstellung FC Coburg:

Krempel, Späth (86. Gümeci), Tranziska, Dilauro, Civelek, Baur, Knie (75. Carl), Lauerbach (46. Grasser), A. Guhling (90.+2 Witter), R. Guhling (77. Graß), Geißendörfer

Torfolge: 0:1 Davide Dilauro (15.), 0:2 Rene Knie (21.), 1:2 Yasir Aldijawi (24.)

Besondere Vorkommnisse: Jimmy Mangold (TSV) verschießt Elfmeter (13.)

Schiedsrichter: Andreas Dinger (Assistenten: Jens Bastobbe, Niklas, Keitzl)

Zuschauer: 280

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